Wann und wie helfen Antibiotika?
Was Sie bei einer Antibiotika-Therapie beachten sollten

Wann und wie helfen Antibiotika? Gerade in der nasskalten Jahreszeit haben Erkältungen und grippale Infekte Hochkonjunktur; niemand ist vor Husten, Schnupfen, Halsweh, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber sicher.

Bakterien greifen an

Gelangen Viren oder Bakterien von außen über die Atemwege in den Körper, können sie unter Umständen gefährliche Entzündungsreaktionen (Infektionen) hervorrufen. Im "Normalfall" wird dies jedoch durch das Immunsystem verhindert, ein wirksames körpereigenes Abwehrsystem, mit dem der Organismus den Körper gegen Krankheitserreger schützt. Aber das Immunsystem kann "überrumpelt" werden, und zwar immer dann, wenn

  • unbekannte Erreger eindringen und vom Körper nicht als Krankheitskeime erkannt werden
  • die Erreger in so massiver Form in den Körper gelangen, dass das Immunsystem sie nicht alle gleichzeitig bekämpfen kann und
  • seelische oder körperliche Belastungen das Immunsystem vorübergehend schwächen.

Ein Bakterienbefall macht sich in der Regel durch Fieber, eitrigen Schnupfen und dumpf klopfende Kopfschmerzen bemerkbar. Je nach Ort der bakteriellen Infektion unterscheidet man die akute eitrige Bronchitis

  • die eitrige Nasennebenhöhlenentzündung
  • die eitrige Mandelentzündung
  • die Mittelohrentzündung und
  • die Lungenentzündung

Antibiotika ja oder nein?

Eine bakterielle Infektion muss meist mit einem Antibiotikum behandelt werden. Wie kaum eine andere Wirkstoffgruppe helfen Antibiotika rasch und nachhaltig, gezielt die Ursache der Erkrankung auszuschalten. Wenn nun der Arzt eine bakterielle Infektion festgestellt hat, wird er ein Antibiotikum wie zum Beispiel aerocef verordnen, mit dem sich der Krankheitserreger gezielt und wirksam bekämpfen lässt.

Wichtig für den Erfolg dieser medikamentösen Therapie ist jedoch, dass sich der Erkrankte dabei an einige Grundregeln hält:

Sofort mit der Einnahme beginnen -

möglichst unverzüglich starten, nachdem Sie das verordnete Medikament erhalten haben.

Dosierungsanleitung unbedingt einhalten -

auch, wenn sich die Beschwerden schon gebessert haben, darf keinesfalls "auf eigene Faust" die Einnahmemenge verringert oder das Antibiotikum frühzeitig abgesetzt werden. In diesem Fall besteht das Risiko einer erneuten Infektion durch überlebende Bakterien, die zudem widerstandsfähiger werden und womöglich nicht mehr durch das ausgewählte Antibiotikum abgetötet werden können.

Viel Flüssigkeit -

Wichtig ist, viel zu trinken vor allem bei erkrankten Kindern ist es wichtig, dass sie viel trinken - mindestens 1 bis 2 Liter täglich. Gut geeignet sind Kräutertee, Wasser oder verdünnte Säfte. Bei starkem Schwitzen sollte die Flüssigkeitsmenge noch erhöht werden.

Leichte Kost -

auf belastende, fette oder stark gewürzte Speisen sollte verzichtet werden, denn Antibiotika können unter Umständen auch nützliche Darmbakterien abtöten, es kommt zu Verdauungsproblemen. Wenn Kinder nicht essen möchten, empfehlen Sie, Traubenzucker im Getränk aufgelöst zu geben (2-3 Teelöffel pro 200 ml).

Bei Durchfall

darf die Antibiotika-Therapie auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen werden. Hier gilt es, die durchfallbedingten Flüssigkeits- und Mineralienverluste auszugleichen. Gegebenfalls empfehlen Sie eine Elektrolytlösung.

Die richtige Ernährung danach:

Die richtige Ernährung danach Im Anschluss an die Antibiotika-Therapie kann richtige Ernährung dazu beitragen, dass die gesunde Bakterienflora im Darm wiederhergestellt wird: Den Magen langsam an normale Kost gewöhnen, die Erneuerung der Darmflora beispielsweise mit Joghurt und Sauerkraut unterstützen. Kinder sollten Süßigkeiten und Fertigprodukte zunächst möglichst meiden.

Wer wird resistent?

Nicht der Patient sondern die Krankheitserreger können resistent werden. Nur der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika hält die Resistenzrate niedrig. Wer die Therapie vorzeitig beendet oder die Einnahmeintervalle nicht einhält, begünstigt die Entwicklung resistenter Krankheitserreger!

Das Antibiotikum wirkt nicht?

Wenn sich nach einigen Tagen noch keine Besserung abzeichnet, konsultieren Sie sofort Ihren Arzt! Hier könnte es sein, dass die Infektion auf das verordnete Antibiotikum nicht anspricht. Der Arzt hat genügend Alternativen, um den gewünschten Erfolg herbeizuführen.