Was tun, wenn der Husten quält?
Der Husten ist eine natürliche Abwehrfunktion des Körpers. Er dient der Reinigung der Atemwege. Normalerweise sind die unteren Atemwege der Lunge keimarm, kleine Flimmerhärchen entfernen Staub und Schmutzteilchen. Mit dem Husten stößt der Körper die Fremdkörper oder Bakterien aus und verhindert so eine ernsthafte Erkrankung wie z.B. eine Lungenentzündung.
Die häufigste Ursache des Hustens ist eine einfache Infektion, aber auch Rauchen ist ein häufiger Grund. Dauert der Husten länger als drei Tage, sollte er ernst genommen werden, ein Besuch beim Arzt ist dringend angeraten. Hinter diesem beinahe alltäglichen Symptom können schwere Krankheitsbilder stecken, die nur ein Mediziner diagnostizieren kann.
Was ist Husten?
Als Erste Hilfe ist der Weg zum Apotheker empfehlenswert. Er wird sie befragen, welche Art von Husten sie quält:
Der trockene Reizhusten sitzt meist im Rachen, in der Luftröhre oder in den Bronchien und wird durch ständig wiederkehrende Reize (wie z.B. Rauchen) ausgelöst. Nur in diesem Fall wird er Ihnen ein reizstillendes Medikament empfehlen.
Beim Verschleimungshusten hingegen hilft ein Mucolytikum (wie zum Beispiel ein Acetylcystein), um das Abhusten des Schleims zu erleichtern. Das ist besonders wichtig, denn Schleim in den Bronchien ist ein idealer Nährboden für Bakterien. So wird dann aus einer harmlosen Erkältung rasch Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung.
Die besten Tipps bei Husten
Sofort das Rauchen einstellen - auch in der Umgebung des Hustenden!
Trinken Sie viel, aber keinen Alkohol! Tees und andere warme Getränke sind angezeigt, lassen Sie sich vom Apotheker einen medizinischen Kräutertee empfehlen.
Inhalieren unterstützt jede Therapie, zum Beispiel mit Dampf über Kamillentee. Auch hier hilft Ihnen Ihr Apotheker gerne weiter.
Was ist Schleim?
Er wird in den Schleimdrüsen produziert und besteht aus so genannten Mucinen. Absonderung von Zellen nennt man Sekret. Beim gesunden Menschen ist die Schleimproduktion in den Atemwegen, die für den Abtransport von Fremdkörpern und Bakterien gebraucht wird und abgesondert wird, im Gleichgewicht. Bei Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege kann es durch vermehrtes Eindringen von Keimen, Staub oder anderen Fremdkörpern zu einer vermehrten Schleimabsonderung kommen.
Was tun bei Verschleimung?
Besonders wichtig ist es, viel zu trinken. Besonders warme Getränke wie Tees tragen zur Verflüssigung zähen Schleims bei, der dann besser abgehustet werden kann.

Verlegt zäher Schleim Atemwege, Nase oder Mittelohr, ist der Einsatz Schleim lösender Medikamente angezeigt. Der Wirkstoff N-Acetylcystein löst die großen Moleküle des zähen Schleims in kleinere, abhustbare Teile auf. Zusätzlich hat diese Substanz noch andere unterstützende Wirkungen. Ihr Apotheker hält für Sie das passende Medikament bereit.

