Neurodermitis von Geburt an?

An der "atopischen Dermatitis" oder Neurodermitis leiden rund 3% aller Österreicher. Die Erkrankung zeigt sich schon im Säuglingsalter und kann bis zum Erwachsenenalter bestehen bleiben. Bei jedem 5. Patienten ist dies der Fall. Sie kann jedoch auch erst bei jungen Erwachsenen auftreten. Meist tritt im weiteren Verlauf des Lebens eine Besserung des Krankheitsbildes ein, allerdings sind auch in höherem Alter noch rund ein Viertel der Neurodermitiker hautkrank.

Meist beginnt Neurodermitis um den 3. Lebensmonat. Die Haut des Säuglings ist gerötet und es treten kleine, stark juckende Bläschen auf. Das Aufkratzen dieser Bläschen führt zu entzündlich-nässenden Hauterscheinungen. Dabei sind vor allem die Kopfhaut und die Wangen betroffen.

Bei Kindern im Alter von 3 bis 18 Jahren sind dann vor allem die Ellenbogen und Kniekehlen betroffen. Durch häufiges Kratzen verdickt und vergröbert sich die Haut an den betroffenen Stellen. Der Juckreiz ist besonders schlimm und führt häufig zu Schlafstörungen. Dies kann die ganze Familie belasten. Eine so angespannte familiäre Situation kann wiederum zu einer psychischen Belastung des Kindes und damit zu einer weiteren Verschlechterung der Krankheit führen. Komplikationen treten auf, wenn die aufgekratzten Stellen zusätzlich infiziert werden.

Manchmal verschwindet die Krankheit in der Kindheit von selbst, selten besteht eine lebenslange Belastung mit Neurodermitis. Die Krankheit kann jedoch auch im Erwachsenenalter erstmalig ausbrechen. Hierbei sind meist die Hände, Ohren, der Hals und das Gesicht von den juckenden Knötchen befallen.